Aryan Mirfendereski.
I Love Shanghai


Aryan Mirfendereski. I Love Shanghai

23.5.12 Natürlich sprechen einige gewichtige Gründe für Fotobuch-Apps, allerdings überzeugen mich die Inhalte und Form in den allermeisten Fällen nicht. Zwar können vergriffene und hochgehandelte Bücher in dieser Weise wieder verfügbar gemacht werden. Auch gut, dass sich gerade für Debütanten eine kostengünstige Alternative zu der zumeist selbstfinanzierten Druckvariante bietet. Während das Lesegerät bei Texten fest in meinem Alltag verankert ist, goutiere ich Fotobücher lieber in der herkömmlichen Form. Eigentlich will ich das digitale Fotobuch interessant finden, erkenne auch das innewohnende Potential dieses noch jungen Mediums, aber es lässt mich kalt. Vielleicht hab ich nur noch nicht die Bekanntschaft mit der richtigen App gemacht. Als ich dann aber „I Love Shanghai“ von Aryan Mirfendereski aus der MagBook-Reihe von Andreas Magdanz, betrachte, pulverisiert sich jegliche Gleichgültigkeit. Es ist so: Das Buch bläst mich beim Betrachten einfach weg. Weiterlesen

Bieke Depoorter
Ou Menya

Bieke Depoorter. Ou Menya

1.5.12 Jemand, der Ihre Sprache nicht beherrscht, hält Ihnen folgenden Zettel unter die Nase: „Ich suche einen Schlafplatz für die heutige Nacht. Kennen Sie jemanden, der vielleicht ein freies Bett oder Sofa hat? Ich stelle keine großen Ansprüche und meinen Schlafsack habe ich dabei. Ich möchte nicht in einem Hotel übernachten, weil ich wenig Geld habe und weil ich sehen möchte, wie Menschen hier leben. Darf ich bei Ihnen schlafen? Vielen Dank für Ihre Hilfe!“ Und wie reagieren Sie? Weiterlesen

And the Winner is… Zu einem Zeitgeist-Phänomen des Fotobuchmarktes

In der PHOTONEWS-Ausgabe Mai 2012 (Seite 3) erschien nachfolgender Essay von Christoph Schaden, den wir auch Nutzern dieses Blogs zugänglich machen möchten. 

Sogleich zur Testfrage. Was haben eine Berghalde, eine unter Schweinen grassierende Halskrankheit und eine Wegekrümmung gemeinsam? Nun, die Gebrüder Grimm aus Göttingen wussten es noch. Die beiden emsigen Wortfinder und Märchensammler aus dem 19. Jahrhundert erkannten in dem süffisanten Bedeutungsgehege noch eine bindende Sprachwurzel aus dem Altgermanischen nachwirken. Dabei handelt es sich um den „Rank“, so ihr berühmtes Deutsches Wörterbuch. Das Einsilbenwörtlein feiert dieser Tage wieder fröhliche Urständ, sinnigerweise auch auf dem stets noch überhitzten Kleinstsegment des Fotobuchmarkts. Allerdings in Verlaufsform und unter angelsächsischen Vorzeichen. Jawohl, die Rede ist vom Ranking! Kaum ein Weblog, Fachbuchhändler oder Starfotograf mag heutzutage Weiterlesen